LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
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Achtung:

Die Redaktion macht Urlaub. Im Februar (2017) werden deshalb keine Vorschläge oder Kommentare eingearbeitet. Das wird dann im März schnellstens nachgeholt.

Bis dahin verabschiedet sich der Redakteur mit Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 

 

Hinweis:

Hier ist ein Aufruf und eine "Anleitung" zum Mitmachen beim Mitmachwörterbuch zu lesen, die der langjährige Mitarbeiter und mittlerweile Redakteur Purodha Blissenbach geschrieben hat. (Anmerkung: Purodha Blissenbach, der viel für das Wörterbuch getan hat, ist leider im August 2016 verstorben. Der Beitrag ist so etwas wie ein Andenken an ihn.)

 

Noch ein  Hinweis:

Ab sofort stehen in der Menuleiste links zwei neue Features zur Verfügung:

Unter der Rubrik Neueste Einträge können alle neuen Wortartikel und alle neuen Ergänzungen abgefragt werden. Die neuesten Einträge finden sich jeweils an oberster Stelle.

So können alle Autorinnen und Autoren auf einen Blick erkennen, ob ihre Vorschläge eingearbeitet wurden.

 

Golloch

Der Redakteur des Mitmachwörterbuchs kennt das Wort Golloch in Wendungen wie Dat is doch Golloch oder Mach doch keinen Golloch (Unsinn, Quatsch, überflüssiges Zeug). Bislang hat er jedoch keine weiteren Gewährsleute finden können, die das Wort ebenfalls kennen oder sogar verwenden. Deshalb hier der Aufruf: Wer kennt Golloch ebenfalls? Und wer weiß vielleicht sogar etwas über die Herkunft des Wortes?

(Nachrichten bitte auf der Diskussionsseite)

 

Auswertung

Alle Forscher, die sich mit der Alltagssprache beschäftigen, haben dasselbe Problem: Gesprochene Sprache ist ein äußerst flüchtiges Gut. Wenn nicht zufälllig oder gar verbotenerweise ein Mikrofon in der Nähe war, existiert die gesprochene Sprache eben nur so lange, wie ein Gespräch zwischen den Sprecherinnen und Sprechern tatsächlich dauert.

Wie die Menschen einer Region tatsächlich im Alltag miteinander reden, wenn sie unbeobachtet und von allen sprachlichen Zwängen befreit sind, ist deshalb gar nicht so leicht zu ermitteln. Gesicherte empirische Daten zur Sprachsituation der Alltagssprache einer Landschaft sind immer Mangelware.

Aus diesem Grund gibt es schließlich auch das "Rheinische Mitmachwörterbuch". Hier wird die rheinische Alltagssprache so authentisch wie möglich dokumentiert, schließlich sind die Sprecherinnen und Sprecher selbst die Autoren und Autorinnen. Und deshalb kann man auch hier lesen, was man sonst nur zu Hören bekommt. Und gerade da ist für alle, die sich mit der aktuellen Sprachentwicklung befassen, äußerst interessant. Denn in der gesprochenen Sprache werden schließlich die Weichen für die Strecken gestellt, die später einmal auf die eingefahrenen Gleise der Standardsprache führen werden.

Wie man das Mitmachwörterbuch für solche Analysen nutzen kann, soll ein kleiner Artikel zeigen, den der Redakteur des Wörterbuchs für die Zeitschrift "Alltag im Rheinland" (Pdf 2,8 MB) geschrieban hat und der dort oder unter dem nebenstehenden Link eingesehen werden kann.

 

In eigener Sache:

 

Zu Schottelplack, Jütschklomp und Konsorten

Das Mitmachwörterbuch ist ein Wörterbuch der rheinischen Umgangs- oder Alltagssprache - es ist kein Dialektwörterbuch. Dennoch werden immer wieder Vorschläge eingereicht, die eindeutig Mundartwörter und nur im mundartlichen Kontext zu hören sind. Diese können - leider - nicht Eingang in das Mitmachwörterbuch finden. Das auch, weil es ein rheinisches Mundartwörterbuch schon lange gibt: das berühmte "Rheinische Wörterbuch", das seit einiger Zeit auch im Netz zu finden ist (hier).

 

Interessanterweise werden bestimmte Mundartwörter dabei immer wieder genannt. Es gibt offensichtlich eine ganze Reihe von sehr beliebten, typischen oder irgendwie besonders interessanten Wörtern. Der Redakteur des Mitmachwörterbuchs hat schon vor längerer Zeit in einer landesweiten Umfrage nach diesen besonderen Mundartwörtern gefragt und so etwas wie eine Hitliste erstellt. Den Aufsatz zu Schottelplack, Jütschklomp und Konsorten findet man hier.