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Kabass

große Einkaufstasche Die geht immer mitter Kabass zum Markt. Wenne Grünkohl kaufs, nimm am besten die Kabass mit.
Die Kabass kennt man im zentralen Rheinland, sie gerät jedoch langsam aus der Mode.

Bearbeiter: Dagmar Hauptmann (St. Augistin), Klaus Dohmen (Brühl)


Kommentare

06.10.2016, 16:20 Uhr
Klaus Dohmen
Brühl
Kabass [Kabaß]
Nicht mehr geläufige Bezeichnung für Tasche aus Strohgeflecht. Aus dem Arabischen (cabazo oder auch calabaza).
Altkölnisch (17. Jahrhundert):
Runder Korb aus Binsengeflecht, Packung für Mandeln, altmodischer Strohkorb, Tragetasche aus Rohr oder Stroh, innen mit Futtertuch, außen mit Verschluß und Handgriff. Begriff veraltet und nur noch scherzhaft auf altmodische Taschen, Koffer und dergleichen bezogen.
»Dat es en ahl Kabaß, ävver kein Täsch« oder auch »e Kabaäßje maache = einen Streich spielen« oder »e Kabaäßje han = Knies bzw. Streit haben«.


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