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Kump

Kumpe, Komp, auch Kummen (im Bergischen) Schüssel, in Wuppertal eine kleine (Müsli-)Schüssel Der haut sich die Kump immer voll, da kann ich nich hinkucken! Die ganze Kump voll? In dem Kump is noch was drin. (Im Bergischen ist die Kump männlich )Erna, biste fertich mit Füße waschen? De Mama braucht den Kummen für Schloot (Salat)! Gib ma die Kumpe Pudding rüber. Salatkumpe Dat Blach hat die Salatkumpe leergemampft. In der Vulkaneifel ist der Komp der steinerne Wassertrog auf dem Hof als Viehtränke. Eine kleine Schüssel ist ein Kümpchen oder Kümpken. Auch für "Mund", wenn jemand unzufrieden ist: Der hat vielleicht en Kump gezogen... und  als Schimpfwort gebraucht Du blöde Kump, du!  Kuck nich wie en Kümchen/Kümmchen!  (verdutzt schauen)

Bearbeiter: Peter Honnen, Karin Bubenzer (Gummersbach), Hans Dekker (Grevenbroich), Dr. Ludwig Peschen (Mönchengladbach), Robert Gitzen (Pelm), Tonn (Oberbergischer Kreis), W. Will (Wuppertal-Barmen), R. (Mülheim), Doris Feist (Aachen)


Kommentare

09.06.2018, 05:54 Uhr
Lutz Huesch
Charlotte Bay Australien
Meine Oma Taubel, eine Rheinlaenderin, benutzte das Wort oft als ich sie 1941 In Koeln besuchte (ein gewisses 'Feuerwerk', welches ich damals fasziniert von ihrem grossen Fenster in der Hohe Strasse bewunderte, bevor man mich in den Keller rettete, machte dem Besuch dann ein Ende...) Heute benutzte ich das Wort ploetzlich, als meine Frau Atzesupp in blauen Ton-Kuempchen auftischte, und suchte daher mit Google nach der/den verschiedenen Bedeutungen. Danke!

25.01.2018, 21:41 Uhr
Doris Feist
Aachen
Ich kenne die Redewendung "Guck nich wie en Kümpchen" was so viel heißen soll wie "Guck nicht so verdutzt". Die Aussprache variiert zwischen Kümpchen, Kümmchen und Kömpchen und gemeint ist ein kleiner Komp, eine kleine Schüssel, also ein Schüsselchen.

25.07.2016, 15:27 Uhr
ohne Name
ohne Ort
Im Bergischen (Langenberg, 1996) kennengelernt als Güllekump, Jauchekump: Das (unterirdische/mit Betonplatte verdeckte) Auffangbecken für die Jauche aus dem Viehstall.

17.03.2015, 21:11 Uhr
W Will
Wuppertal -Barmen
Der Kump ist eine eher kleine Schüssel aus Keramik o.ä., aus der man isst (hochdeutsch würde man es am ehesten Müslischale nennen).

19.09.2011, 09:09 Uhr
sabine schmidt
berlin
In Christine Brückners 'Jauche und Levkojen' bekommt die 1918 geborene Maximiliane von Quindt als Kind nach dem Märchenerzählen von der Mamsell Eingebrocktes (heiße Milch und Weißbrot, dick mit Zucker überstreut) im braunen Kümpchen - während der Ehemann eine GROßE Schüssel bekommt. Die Geschichte spielt in (Hinter-) Pommern.

06.05.2011, 13:53 Uhr
Robert Gitzen
Pelm
In der Vulkaneifel ist der Komp der steinerne Wassertrog auf dem Hof als Viehtränke.

06.09.2010, 15:50 Uhr
Heinrich Peter Schmitz
Langenfeld/Rhld.
In Köln gib es eine Straße "Am Kümpcheshof" (vom Hansaring ab). Hier soll Jan von Werth eine Zeit lang gewohnt haben.

11.06.2007, 14:06 Uhr
Michael Höffling
Boppard
Auf dem Vorderhunsrück ist der Begriff geläufiger als "Seikimpsche" = Schweinetrog.

01.06.2007, 14:57 Uhr
Purodha Blissenbach
Köln und südwestlich
Der Kump, der Kumpen - eine grobe Schale oder ein nicht metallischer Topf, also aus Glas oder vorzugsweise Ton, der i.d.R. dazu dient, etwas aufzubewahren. z.B. "Mer tun de 'suure Bunne' en der Kump schnibbeln" oder "De Omma hat et Kleingeld im Schrank in dem blauen Kümpschen"


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