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Marie

Geld Willze mitspielen, musse Marie mitbringen! Wenne krank bis, nützt dir deine ganze Marie nix. Manchmal auch dicke Marie (viel Geld) oder linke Marie (Falschgeld).
Das Wort ist negativ konnotiert und wird nur in bestimmten Zusammenhängen gebraucht. Die Marie ist ein rotwelsches Wort und geht wahrscheinlich zurück auf das Wort maro "Brot" aus der Sprache der Sinti und Roma.
Der Name selbst kann in Köln auch für "Frau" allgemein stehen (dann meist in der Verkleinerungsform) Kumma da hinten am dritten Tisch dat Blonde, wem sein Mariesche is dat denn.

Bearbeiter: Willi Will (Hamminkeln), Purodha Blissenbach (Köln)


Kommentare

12.08.2009, 15:37 Uhr
Purodha Blissenbach
Köln
Marrie, Marrieche, Marriechen - immer auf dem i betont, von "Funkemarieche", wird auch schon mal als allgemeiner Ausdruck für eine Vertreterin der "holden Weibichkeit" gebraucht. Zum Beispiel kann es passieren, daß man in einer unübersichtlich großen Gesellschaft gefragt wird: "Gumma da hinten am dritten Tisch dat Blonde, wem sein Mariesche is dat denn?" (In wessen Begleitung ist die Blonde Frau hier?)

20.09.2008, 05:59 Uhr
andreas e
ohne Ort
Wird heute eher vermieden als verwendet. "Marie" für Geld ist einfach nach wie vor nur im kriminellen Umfeld gebräuchlich - der Rest vermeidet es eher. vgl.: ab und zu redet auch die gemeine Bevölkerung von "Bullen" für die Polizei, aber nie von "Polypen".

22.02.2007, 14:32 Uhr
Mattesößje
Eifel
Die Wendung: Marie, meng Droppe; Ausruf des gespielten Entsetzens.


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