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Mist

als Ausruf der Enttäuschung Mist, jetz hab ich doch glatt den Schlüssel vergessen! Boh wie dat regnet, wat en Mist aber auchWat soll der Mist? (Unsinn, überflüssiges Getue) Mist sein Der Film war Mist, geh da ja nich rein (schlecht sein). Dein Handy is kaputt? Dann kannsde dat gleich auf den Mist schmeißen (wegwerfen). Heirate neben dem Mist, dann weißte, watte kriss! (Wenn man in der Nachbarschaft heiratet, bleiben böse Überraschungen aus). Mistwetter schlechtes Wetter. In der rheinischen Umgangssprache gibt es auch das Adjektiv mistich schlecht, blöd, ungeeignet Wat vonne mistige Karre, so eine würd ich nie kaufenDat Konzert war so wat von mistich, du glaubs et nich.

Bearbeiter: G. (Velbert)


Kommentare

19.11.2010, 16:50 Uhr
Hartmut Weißmann
Bochum
Als "auf dem eigenen Mist gewachsen" werden eigenwillige Behauptungen bezeichnet. Behauptete in einer "Experten"-Runde etwa ernsthaft einer, das Universum würde sich gar nicht ausdehnen, sondern die Objekte nur schrumpfen, kriegte er schnell zu hören: "Hömma, dat is do wohl auf deinem Mist gewachsen."


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