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Mutzen

Muzen, Mutzenmandeln kleines Fettgebäck; Hoch-Zeit der Muzen, auch Muzemändelcher genannt, ist die Zeit von Silvester bis zum Ende der Karnevalszeit. In vielen Bäckereien gibt es die Muzen (mit einem langen u gesprochen) heute aber schon das ganze Jahr. 

Bearbeiter: ohne Name


Kommentare

22.02.2019, 10:15 Uhr
Namenlos
Köln
Mutzen sind Teigplatten, die frittiert und dann mit Puderzucker bestäubt werden. Mutzenmandeln sehen tropfenförmig aus und werden aus einem Mürbeteig hergestellt, frittiert und in Zucker gewälzt. Habe letztens gelesen, dass das Wort Mutze/Muze im althochdeutschen wohl Mund bedeutet. Also, Mandeln für den Mund. Und nein, ins Originalrezept gehören keine Mandeln, der Begriff leitet sich vom Aussehen ab.

25.02.2019, 15:38 Uhr
Redakteur:

Danke für die Erläuterung.

Das Wort kommt wohl von mittelhochdeutsch mutze/meuze "abschneiden".

17.01.2019, 15:01 Uhr
S P
Frankfurt
XIch kenne Muuzen nur als 'Wollmäuse' oder Staubhäufchen mit Haaren

23.03.2016, 18:04 Uhr
ohne Name
Düren
Mutzen traditionell: Hierbei handelt es sich um Kleingebäck, welches aus einer ca. Esslöffel großen Portion Rührteig besteht, welche in einem Topf Fett, schwimmend ausgebacken wird, bis die runden Teiglinge an der Oberfläche schwimmen. Im Anschluß werden diese in Zucker oder auch Puderzucker gewälzt.
Mutzen Variante 2: Platte, unebene Teiglinge mit Puderzucker bestäubt. (bisher in Köln in dieser Variante gesichtet)
Mutzemandeln: Ein Teelöffel große, runde Teigbällchen, ebenfalls in Fett ausgebacken, jedoch befinden sich hier im Grundteig Mandeln. Diese Variante ist deutlich trockener als Variante eins.

05.01.2009, 11:43 Uhr
Purodha Blissenbach
Köln
Ich kann meinem Vorredner nur zustimmen. Ich vermute, die Muuzen könnten vielleicht, einen indirekten Bezug zu Matzen haben, die auch viereckig unf flach sind, wenn auch nicht gewellt. Die Muuzemandel ist in Süddeutschland in den Fasenett-Gebieten als "Nonnenfürzle" bekannt, und Gewährsleute berichten, sie werde wie unsere hergestellt und auch so schmecken.

01.02.2007, 22:24 Uhr
ohne Name
Köln/ Bonn
Die Bedeutung ist falsch eingetragen. Die Mutzen werden in Fett ausgebacken, hinterher in Puderzucker gewälzt und sehen aus wie eine gewellte Teigplatte. Die Mutzemändelcher sehen aus wie ein dicker Teigtropfen der ausgebacken wird. Beide Gebäcksorten gibt es ab Sylvester bis Aschermittwoch und nicht das ganze Jahr.


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