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bandusen

rumbandusen lärmen, Krach machen, toben (von Kindern) Die bandusen da wieder, man versteht sein eigenes Wort nicht. Die Blagen sin da am rumbandusen, dat is nich zum aushalten. Bis drei Uhr morgens haben die Kleen da oom rumbandust, ich hab echt kein Auge zugekricht.
Ursprünglich ist das Wort nur in einem kleinen Gebiet zwischen Mönchengladbach und Mülheim/Ruhr belegt, heute scheint es aber eine größere Verbreitung zu haben.

Bearbeiter: Ursula Seiler (Mönchengladbach), Ralf Joerres (Essen)


Kommentare

24.10.2008, 20:29 Uhr
Dr. Ludwig Peschen
Moenchengladbach
Interessant. Nie gehoert in MG

27.03.2007, 21:28 Uhr
Ralf Joerres
Essen
Hier in Essen für mich ähnlich wie im Kommentar von Jürgen Posth: bandusen / herumbandusen empfinde ich als 'toben / herumtoben'; der Krach entsteht dabei automatisch. Beziehe ich auch eher auf Kinder; können aber auch z.B. betrunkene Fußballfans sein, die nachts auf der Straße herumbandusen, d.h. sich nicht beruhigen und dabei 'rechtschaffene Christenmenschen' um den Schlaf bringen. Vor allem kenne ich das Wort, wenn Kinder,angeregt durch den Kontakt mit anderen Kindern, z.B. weil sie mal bei ihren Schulfreunden übernachten, abends aufdrehen und dann stundenlang übermütig herumtollen und gar nicht in den Schlaf finden, à la 'Bis drei Uhr morngs haben die Kleen' da oom rumbandust, ich hab echt kein Auge zugekricht.'

07.03.2007, 11:54 Uhr
Jürgen Posth
Dusiburg
bandusen ist eigentlich eine Beschreibung für tobende Kinder, die dabei auch ziemlich viel Lärm machen. Dies hat aber nichts mit mutwilliger Zerstörung, sprich randale zu tun.


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