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betüddeln

jemanden verwöhnen, bemuttern Tu den Jung nich so betüddeln, der is doch schon erwachsen. Der lässt sich von seiner Alten den ganzen Tach betüddeln. Wenn man jedoch betüddelt ist, hat dies nichts mit der mütterlichen Sorge zu tun, sondern mit dem Alkohol Ich bin von den zwei Gläsern Likör schon ganz betüddelt! (beschwipst). angetüddelt Von dem einen Schnaps bin schon ganz angetüddelt (schwindelig, betrunken). vertüddelt verdreht, durcheinander Dat Tau is schon wieder ganz vertüddetl. Entsprechend ist ein Tüddeltampen bei den Binnenschiffern ein verhedderter Festmacher.

Bearbeiter: G. (Velbert), Ralph Pung-Kronbergs (Kevelaer), Andre Ritter (Krefeld), C. (Orsoy)


Kommentare

27.02.2014, 14:42 Uhr
Andre Ritter
Krefeld
zu  "betüddeln" = "angeschwipst" siehe "antüdeln", bzw. richtiger muss es "antüddeln" heissen ("Ich bin schon angetüddelt").

Sich "betüddeln lassen" kommt sicherlich daher, daß man von einer umsorgenden Person tüddelig gehalten wird (im Zustand der Tüddeligkeit = sorglosen Unkonzentriertheit).


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