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boh ey

Boh eh (immer mit offenem o und als e-i gesprochenem ey) als Ausdruck des Erstaunens Boh ey, wat has du dich schick gemacht. Boh eh, wat hat der für große Füße! Boh, ich glaub et hackt, ey. Boh kann man aber auch durchaus ohne angehängtes ey hören: Boh, war dat en Sturm gestern abend.
Dieser Ausruf gilt vielen Rheinländern als typisch für das Ruhrgebiet, er ist aber noch viel weiter südlich zu hören.

Bearbeiter: Erika Magar (Duisburg), Lorenz Schumacher (Mönchengladbach)


Kommentare

22.08.2017, 13:53 Uhr
Stenmans
Neuss
Wir hatten noch eine etwas abgewandelte Steigerung: Bosses Kingers (von Boh Kinder)

26.11.2010, 16:10 Uhr
Hartmut Weißmann
Bochum
Wenn ich mich recht erinnere, benutzten wir in den 1960ger Jahren "boohh!!! oder eher poohh!!!"(mit offenem o) als Ausruf des Erstaunens wie auch der Empörung.Das "ey" kam m.E. erst später dazu. Wir haben uns damals mit "hey" gerufen, woraus wohl "ey" wurde.

23.03.2010, 14:03 Uhr
Lorenz Schumacher
Mönchengladbach
Ich kenne den Begriff "boh" gut aus meiner Kindheit in den 60er Jahren, damals wurde aber das "ey" nie angehängt.

27.07.2007, 11:26 Uhr
Theo Grunden
Hamminkeln
Gibt es Regionen, in denen dieses "ey" so wie in "Meyer" gesprochen wird? Oder steht die Schreibweise "ey" für eine ganz spezielle (andere) Lautung? Ich höre meist die Lautung "äh" - oder mit leichten i-Auslaut: "ä-i".


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