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breit

betrunken Gott bin ich breit. Lass den liegen, der is völlig breit. Auch hackenbreit oder hickehackebreit, wobei das Wort hackenbreit sehr gedehnt und prononciert gesprochen wird: Der is ha-ck-en-breit (sturzbetrunken).
Die Herkunft ist dunkel, bestimmt nicht vom breit torkelnden Gang eines Betrunkenen, wie oft vorgeschlagen.

Bearbeiter: ohne Name


Kommentare

02.04.2017, 10:34 Uhr
Andre Ritter
a a d W
"breit" wird ja nicht nur für "besoffen", sondern auch speziell für "bekifft", somit eigentlich für jede Art von zugedröhnt/berauscht verwendet.
Hier ist vielleicht auch die Verbindung zu "bekloppt" zu finden, wobei "bekloppt" als Hilfswort die Sache eigentlich nicht richtig trifft.
Jemand, der "breit" ist, der ist einfach "nicht (ganz) klar im Kopp", entweder zeitweise oder endgültig.
---
jemand kann auch als "dauerbreit" betitelt sein, wenn er häufig oder andauernd breit ist, im Gegensatz zu "endbreit" wäre dieser Zustand aber beendbar.

01.04.2017, 20:38 Uhr
Andre Ritter
a a d W
als finales Maximum: "endbreit"
"Der kann nix mehr, der is voll endbreit!"
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"breit" und gesteigert "endbreit" wird aber auch von besoffen übertragen für bekloppt u.ä. verwendet.
"Bisde breit oder was?!" (rhetorisch = besoffen)
"Der Typ is echt breit!" (= besoffen oder bekloppt)
"Der Typ is endbreit!" (=volltrunken oder unheilbar bekloppt)
erweitert auch "breit im Kopp"
---
"Naturbreit" =
ekstatisch gut gelaunt (ohne Alkohol oder Drogen)

13.01.2017, 14:21 Uhr
Andre Ritter
a a d W
auch ironisch davon abgewandelt:
"Bist Du b´reit?" (= "Bist Du bereit?")
"Ich bin b´reit genuch dafür"


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