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dätschich

tätschich nicht ausgebacken, matschig Dat is aber en tätschiges Brötchen. Die Kartoffeln sind viel zu dätschich. (weich) En täschiger Schinken. (nicht ausreichend abgehangen) Dat Brot von dem is tätschich, such dir nen anderen Bäcker! Der hat aber en dätschiges Gesicht heute. (aufgedunsen) dätschen matschen Dat tun die Blagen gern: so richtich im Schlamm dätschen. Dat Obst bei denen is immer schon wat angedätscht. (Druckstellen aufweisen) Dätschiges Obst hat entsprechend Dätschken (Druckstellen). Da is ne Dätsch drin (Fehlstelle, Beule).

Bearbeiter: Dr. Michael Peschen van Issum (Hillesheim), (Mönchengladbach), Andre Ritter (Krefeld)


Kommentare

04.05.2017, 16:11 Uhr
Andre Ritter
a a d W
Es scheint so, als ob "Dätsch´" auch im Sinne von -> "Dötsch´" (= Beule) verwendet wird, es ist allerdings aufgrund der sehr nahen Aussprache nicht eindeutig erkennbar.
"Da is ne Dätsch drin!"
Es lässt sich aber evtl. auch über "angedätscht" erklären, während ne "Dötsch" zunächst ne einfache (trockene) "Blötsch" ist (z.B. Beule im Blech), ist etwas Angedätschtes an besagter Stelle matschig geworden (z.B. Obst).
Der Übergang kann aber "fließend" sein.
---
-> Blötsche
Blötschauge = Dätschauge
dätschnass = blötschnass
usw.

05.01.2017, 18:36 Uhr
Andre Ritter
j w D
"Dätschiges Obst hat Dätschen (Druckstellen)"
vs.
"Dätschiges Obst hat entsprechend Dätschken (Druckstellen)"
"Dätschken" wäre hier krieewelsch die Verkleinerung, also kleine Dätschen.

04.01.2017, 22:08 Uhr
Andre Ritter
j w D
Dätschiges Obst hat Dätschen (Druckstellen).


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