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ey

eigentlich eine unpersönliche Anrede, kann aber heute vielfältig eingesetzt werden. Die bekannteste Variante ist wohl Boh ey! als Ausruf des Erstaunens. Daneben hört man: Pass auf ey, sons fährse dir ne Schramme in die Kiste. Pass bloß auf, ey. (Drohung) Jetz hör doch ma zu, ey! Ey, kuck ma da! Wat is dat denn, ey! Hömma Junge, "ey" steht am Bahnhof un ferkauft Pariser - also: Wie heiß ich? (als Rüffel gegen das unpersönliche ey gemeint).

Bearbeiter: Hartmut Weißmann (Esen)


Kommentare

04.02.2015, 17:38 Uhr
Hartmut Weißmann
Bochum
Auf das englich klingende "Ey" als Anrede haben Erwachsene zu meiner Jugendzeit in den 60ger/70ger Jahren oft allergisch reagiert. Beispielsweise konnte man wie folgt gemaßregelt werden: "Hömma Junge, EY steht am Bahnoff und fakauft Pariser. Also: Wie heiß ich?"

05.02.2015, 11:03 Uhr
Redakteur:

Hallo Herr Weißmann, diese Sprüche kenne ich auch; sie waren aber nach meiner Empfindung nicht gegen das "englische" ey gerichtet, sondern gegen diese neumodische Sitte, jemanden mit dem unpersönlichen und saloppen "ey" statt mit Namen anzureden. Den Beispielsatz werde ich aufnehmen, schon aus Nostalgiegründen.

Dank und Gruß

Peter Honnen

13.12.2013, 14:21 Uhr
L. Ruhl
Bergisch Gladbach

wo soll dann diese Wort hingehören.

Ich würde es zum Neudeutschen oder dem Denglische zuordnen.

Mit Verlaub, mir scheint das dieses Wort hier nicht hingehört.

23.01.2014, 11:38 Uhr
Redakteur: Es ist eben ein umgangssprachliches Wörterbuch - da gehört das Wörtchen ey auch hin.


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