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können

oft in der Bedeutung von "dürfen" und "haben" Mammi, kann ich ein Eis? Mama, kann ich noch was Cola? (zu ergänzen ist haben). Wenn de Hausaufgaben fertich hast, kannste raus! (dürfen) oder als Aufforderung Kannste mal kommen! Du kannst mich ma! (den Buckel runter rutschen) Ich kann nich mehr! (staunen, sich wundern) Getz kann ich aber nich mehr, wat bis du groß geworden!

Bearbeiter: Michael Mühr (Rösrath), Brigitte Timme (Moers), G. (Velbert), Wilhelm Schneider (Aachen)


Kommentare

01.05.2007, 11:31 Uhr
Ralf Joerres
Essen
'können' als 'haben bzw. nehmen dürfen' (Kann ich nochn Keks? = mir nochn Keks nehmen) ist analog zum Quasi-Vollverbgebrauch anderer Modalverben gebildet: Ich muss nach Hause = nach Hause gehen. - Ich will die CD = ich will sie haben oder kaufen. Von mir zum ersten Mal öfter in Berlin gehört von einem 15jährigen Berliner Mädchen vor 15 Jahren, insofern nicht unbedingt rheinisch, eher kinder- und jugendsprachlich, damals. Ob das heute noch so gebraucht wird? 'jn/etw ab können' is en anderes Paar Schuhe, anders konstruiert (vgl. beihaben) und anderer Bedeutungszusammenhang.


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