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kötten

betteln, um etwas bitten Da kommt die schon wieder, um hier wat zu kötten. Im Kötten is der gut. Folglich ist ein Kötter jemand, der dauernd um etwas bittet Stell die zweite Salatschüssel in den Schrank, dat mer se nit sieht, der Kötter kommt ze Besooch.
Das Kötten kennt man im zentralen Rheinland und im südlichen Bergischen Land. Zu einer schönen Volksetymologie siehe Kommentar.

Bearbeiter: Purodha Blissenbach (Köln), Margret Forst (Düsseldorf)


Kommentare

06.05.2014, 17:57 Uhr
Anna Röther
Baden-Baden
In unserer Familie wurde dieser Begriff für Menschen benutzt, die sich schlecht oder asozial verhalten. Die mir bekannte Erklärung ist, dass die "Kötter" als Lehen auf einem kleinen Kotten, d.h. Bauernhof, lebten. Ich bin gebürtige Sauerländerin mit Kölscher Urgroßmutter, kann auch sein, dass sich da Dinge vermischt haben...meine Großmutter verwandte sehr viele kölsche Worte....würde auch passen!!


20.11.2015, 15:19 Uhr
Redakteur:

Etwas verspätet: Das stimmt. Im Sauerland nennt man Wanderhändler, Korbflechter und Nichtsesshafte Kötter. Vielleicht kommt hierher sogar unser rheinisches kötten, wer weiß.

Dank und Gruß

P. Honnen

 

16.11.2011, 17:26 Uhr
Agnes Tappe
Essen
ielleicht nannte man den Cut im Volksmund auch deshalb den Bratenrock - oder verwechsele ich da etwas??? Aber die Erklärung mit den großen Taschen ist nett!

11.11.2011, 15:10 Uhr
Agnes Tappe
Essen
Vom Sinn her wurde in meiner Kinderzeit bei dem traditionellen Heischegang zu Karneval schlicht und einfach "betteln" gesagt. Kommze gleich mit betteln gehen? Bei der Krämerin gibtet Klümpkes (Bonbons).

18.12.2009, 13:48 Uhr
Margret Forst
Düsseldorf
Der Kötter ist auch bekannt im jülicher Raum und in Düsseldorf. Hergeleitet wird es vom Cut (gesprochen: Kött), dem Gehrock, der viele grosse Taschen hatte, in denen man etwas mitbringen konnte (ne "Pappa brig mich auch wat mit). Der Gehrock wurde zu festlichen Gelegheiten getragen und vor dem Heimweg wurde für die Daheimgebliebenen (meist die Kinder) "geköttet", also Essensreste erfragt (z. B. Stullen, Bratenstücke etc.).


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