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knöstern

knüstern basteln, herumwerkeln, umständlich arbeiten Der knöstert wieder an seinem Auto.
Knöstern ist ein altes Mundartwort, das seltsamerweise vor allem rechtsrheinisch von der Lahn bis hinauf nach Emmerich verbreitet ist.
Aus dem Bergischen Land wird auch das Substantiv Knösterer gemeldet, dies bezeichnet einen kreativen Menschen, eben jemanden der gerne knöstert. Hier gibt es aber auch den Knösterpitter, der geduldig und ausdauernd ein handwerkliches Problem bearbeitet.

Bearbeiter: Gerhard Kasperski (Monheim), Hans Pollmann (Emmerich), Irmgard Hopp-Wiehl (Velbert), Dirk Höhmann (Ennepetal), Markus Wörsdörfer (Bonn/Düseldorf)


Kommentare

15.05.2017, 21:16 Uhr
Mann
Solingen
Knöstern bezeichnet nach Überlieferung meiner Großeltern die Vermeidung ineffektiver Vorgehensweisen durch schnelle Lösungsfindungen mit vorhandenen Ressourcen.

31.05.2013, 14:42 Uhr
Dirk Höhmann
Ennepetal und Gailingen

Hallo zusammen,

den Knösterpitter kenne ich (Alter 51 Jahre) . So hat mich mein Vater (Jahrgang 1937) manchmal angesprochen, wenn - ich in der Tat - etwas geduldig ausprobiert habe. Mein Vater ist in Unterbarmen geboren, hatte aber auch Verrwandtschaft aus Dahlerau/Dahlhausen ...

Viele Grüße

Dirk Höhmann

 

 

21.02.2007, 23:26 Uhr
Gerhard Kasperski
Monheim am Rhein
Dieses Wort kenne ich nur aus dem Solinger Sprachgebrauch. Hier in Monheim dominiert eher der Duesseldorfer "Slang".


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