LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
Logo LVR


Vorheriges Stichwort: knipsen   Nächstes Stichwort: Knochen

 

knispelich

kleinlich, pedantisch, unflexibel, stur Wenn Männer über di Fümzich kommen, wern se oft so knispelich.
Ein selten belegtes Mundartwort, dass sich überraschender Weise in der Umgangssprache des Ruhrgebiets gehalten hat, und das sogar verstanden wird, wenn man es vorher noch nie gehört hat.
Häufiger dagegen ist das Verb knispeln als Beschreibung eines leisen Tuns Da knispelt doch wat im Brennholz; eine Maus? abknispeln kleine Stückchen von etwas lösen Ich hab mir von dem Streuselkuchen wat abgeknispelt. zerknispeln etwas in kleine Stücke zerlegen Der Hamster hat über Nacht dat Sofapolster zerknispelt. rumknispeln an irgendetwas herumfummeln Wat bisde die ganze Zeit am rumknispeln, du machs mich ganz nerviös. Knispeldrisser Pedant, Kleinigkeitskrämer.

Bearbeiter: Ralf Joerres (Essen), Purodha Blissenbach (Köln), Klaus Schrewe (Düsseldorf)


Kommentare

31.12.2017, 00:57 Uhr
Klaus Schrewe
Düsseldorf
Knispelndrisser
bedeutet Korinthenkacker, Pedant

22.12.2014, 11:28 Uhr
Purodha Blissenach
Krefeld / Köln
rumknispeln an irgendetwas hörbar aber eher leise herumfummeln - so kritze-kratze, wie Mäuse, die man kaum hört, aber dennoch wahrnimmt, wenn sie an etwas nagen. Die Bedeutung liegt hier im Hörbaren des Vorgangs.


Wortartikel kommentieren

Sorry! Die interaktiven Funktionen sind zur Zeit leider deaktiviert, da die Redaktion des Mitmachwörterbuchs verwaist ist und keine Einarbeitung erfolgt. Deshalb kann man im Moment im Lexikon nur blättern, lesen oder suchen. Sobald als möglich werden die Funktionen wieder freigeschaltet.