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maggeln

etwas (heimlich) aushandeln, aushecken, unterhandeln, auch: makeln Ich möcht wissen, wat die da wieder am maggeln sind. Der is immer irgend wat am maggeln. Die maggelt mit Häusern. Auf dem Flohmarkt muss man maggeln, sonst macht dat kein Spass. Auch vermaggeln Die hat Haus und Hof vermaggelt, ohne dat der wat mitgekricht hat. (etwas hinter dem Rücken von anderen verkaufen) Maggelei Wat is dat widder vonne Maggelei bei denen.
Maggeln ist die mundartliche Variante von "makeln". Gemaggelt wird im ganzen Rheinland.

Bearbeiter: Sabine Huppertz (Bonn), Dr. Peter Kickartz (Aachen)


Kommentare

25.05.2009, 05:13 Uhr
Purodha Blissenbach
Köln
Das Wort ist imho mundartlicher Herkunft: wenigstens Kölsch, Bönnsch, das Jläbbischer Platt, das Eischwieler Platt und das Hennefer Platt kennen "maggele" und "Maggelei" - vermutlich also auch alle Plattvarianten dazwischen. Mag sein, daß das mit hochdeutsch "Makeln" etymologish verwandt ist. Da aber die Längen der beiden A-Laute unterschiedlich sind, ist die Trennung wohl ziemlich lange her.

05.01.2009, 11:32 Uhr
Purodha Blissenbach
Köln
Insbesondere der in der britischen Besatzungszeit nach dem zweiten Weltkrieg verbotene private Tauschhandel mit allem Möglichen (der heute völlig legal wäre) ohne den viele wahrscheinlich verhungert wären, ist mir unter dem Begriff "Maggeln" geläufig.


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