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malad

krank, übel, erschöpft, kaputt (eigentlich nicht richtig krank und nicht richtig gesund) Isch bin malad. Der is so malad, der kommt nich aus dem Bett. Mann, nach dem Joggen war ich heute morgen so was von malade, ich konnt kaum noch stehen. Manchmal können auch Sachen malad sein: Die Kiste is malad, die kann ich verschrotten. Selbst Haare sind manchmal malad, dann sind sie schon ergraut: Ming Haar is schon malad.

Bearbeiter: Johan Crasemann (Krefeld), Johannes Eschweiler (Bonn), Marko Jansen (Köln)


Kommentare

01.08.2014, 19:34 Uhr
Christian Moser
Konstanz
Malad ist bei uns der Zustand, den man durch den Akt des Trittern erlangt. Er beschreibt den körperlichen und geistigen Zustand nachdem einem ein Kolben in den Magen gehaftet ist.

15.05.2011, 20:25 Uhr
Johannes Eschweiler
Bonn/Köln
Ich habe mir dieser Tage von einem wahren kölschen Urjestein erklären lassen, dass "malad" auch der Beschreibung bereits ergrauter Haare dient. "Ming Haar is schon malat"... angelehnt ist dies an den in Köln ja bekannten Melatenfriedhof, dessen Namen ja auf das französische "malade" zurückführt. Bedeutet also, der betreffende Mensch mit dem malaten Haar ist nah dran auf dem Friedhof zu landen. Kölsche Selbstironie eben.

01.12.2010, 13:53 Uhr
Herbst Karl-Peter
Bonn
Einer unserer wichtigsten französischen Sprachfetzen, was man eher als kränklich bezeichnen könnte.

10.09.2007, 22:17 Uhr
Marko Jansen
Köln
"Malad" ist in Köln nicht wirklich krank, sondern kränkelnd oder erschöpft, also wieder ein Zwischenton der Bedeutungen, den das Hochdeutsche nicht hergibt.


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