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nöhlen

nölen meckern, nörgern, klagen Ihr seid auch nur am Nöhlen. Nöhl hier nich rum. Die am lautesten nöhlen, bringen am wenigsten zustande. Genöhle Der geht einem mit seinem ständigen Genöhle ganz schön auf den Sack. Ich hab keine Lust, mir dat ewige Genöhle noch länger anzuhören. Nöler Dat is aber en Nöler!
Im Niederdeutschen bedeutet nölen soviel wie meckern; vergleiche auch niederländisch neutelig quengelig.

Bearbeiter: Peter Honnen, Renate Desplanque (Düsseldorf)


Kommentare

08.01.2009, 13:01 Uhr
Purodha Blissenbach
Köln
wenigsten in den rheinnahen Orten Bonn bis Krefeld kennt man neben dem (lauten, frechen, aufdringlichen) Nöhlen auch das etwas verhaltenere Nötteln (mit ö wie in Böötchen) - sich beklagen, beschweren, unzufrieden sein, rummeckern oder rumknottern. Das kann auch Lebenshaltung sein. Eine Nöttel(e)fönes hat eigentlich permanent etwas zu meckern und ist grundsätzlich unzufrieden mit allem oder drückt sich jedenfalls so aus: Statt "Has De gut gemacht" sacht der im Klang einer Beschwerde: "Da kann ich in der Tat nix dran auszusetzen finden" ;-)


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