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Mitmachwörterbuch Kommentare

Hier können Sie allgemeine Kommentare zum Mitmachwörterbuch abgeben, Kritik oder Lob äußern oder Fragen zu einzelnen Wörtern oder zur rheinischen Umgangssprache überhaupt stellen. Die Redaktion wird so schnell als möglich antworten. Sie können aber auch selbst zu Kommentaren Stellung nehmen.


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Spamabwehr: Wieviel ist 2 plus 3?

02.07.2018 14:36 Uhr
christine
Schalkenbach
Mal was ganz Anderes: woher kommt der Name Witterschlick? Schlick deutet auf die Tonvorkommen hin - mehr kann ich mir nicht deuten.

02.07.2018, 15:17 Uhr
Redakteur:

Die Antwort ist nicht einfach. Die Altbelege für den ON lauten Witterslicke, (1168) und Wintirslicke/Wenterslikke (1180), dazu ein Beleg aus dem 13. Jhdt: Witterslide.

Die verschiedenen Formen kann man nur schwer unter einen Hut bringen. Eine bekannte Deutung ist tatsächlich "Der schlammige Ort des Wither (man könnte auch "Tongrube des Wither" sagen), die mir aber äußerst suspekt ist.  Eine andere Lesart ist Winters-likke, dann wäre das altsächsische likkjan "durchsickern" das Grundwort. Es erscheint öfter als Gewässername. Aber auch diese Deutung überzeugt nicht.

Ich werde bei uns im Institut die Frage mal ventilieren. Vielleicht kann ich bald qualifizierte antworten. Gruß P. H. 

15.06.2018 13:44 Uhr
Guido S
Bonn
Ich vermisse eine Erklärung für das Wort "Kujönes". Nach meinem Verständnis bezeichnet man damit einen aus Sprecherperspektive etwas zwielichtigen Mann (der oft auch gerne in einer mehr oder weniger zweifelhaften Liebesbeziehung zu einer Frau steht). Weiß jemand Erhellendes hierzu oder kennt diesen Begriff in ähnlicher Form?

21.06.2018, 11:00 Uhr
Redakteur: Soll das denn ein in der Umgangssprache verwendetes Wort sein? Es erinnert doch arg an das span. cojones! 

03.05.2018 23:49 Uhr
Heinz B
53940
Den Begriff "Drickes" kenne ich in mehreren Verwendungsarten. Gängig war es die Plattvariante des Vornamens Andreas in der dritten Person. Seltener als gutartige Figur, wie im "typischen Kölner" beschrieben. Oft wurde der Begriff aber für schlechte Charaktere, ähnlich wie Filou, verwandt. Eine Verbindung zum Handel ist mir nicht geläufig. Dennoch ist das naheliegend. Der Begriff Jöd (Jude als Synonym für Händler)ist im Platt ja auch negativ (nicht antisemitisch!!!) belegt.

23.04.2018 18:17 Uhr
Helene Schullenberg
bis 2011 St. Katharinen, Kreis Neuwied
Diskussionsbeitrag von Herrn Manfred Schäfer, Neustadt/Wied, 12.11.2017 zum Wort:flatschen Das wundert mich nicht, Neustadt ist von St.Katharinen/Strödt gerade mal 7 km entfernt. Da gibt es sicher noch mehr Übereinstimmungen.

03.02.2018 17:09 Uhr
Rüdiger Feiden
Bad Honnef
zu Antwort vom 22.7.2015: Der Hinweis auf das im "Südrheinland" häufiger dominierende Platt führt mich nun zu der dazu passenden Beobachtung, dass im Norden die Verstädterung erheblich weiter fortgeschritten ist und damit auch die Umgangssprache notwendigerweise eine größere Bedeutung erlangt haben wird.

06.02.2018, 17:23 Uhr
redakteur:

Das beschreibt die Situation ziemlich genau.

Gruß P. Honnen

10.12.2017 10:14 Uhr
S.Schmith.
Euskirchen
Ok, habe die Suche nach Regionen nun entdeckt und dort ist es deutlich getrennt.

10.12.2017 10:09 Uhr
S.Schmith.
Euskirchen
Guten Tag, ich wundere mich, dass hier Worte aus dem Ruhrgebiet mit dem Rheinischen Raum Köln/Bonn oder Eifel vermischt werden. Könnte man dies nicht trennen? Viele Grüße S.Schmith.

11.12.2017, 10:09 Uhr
Redakteur:

Im Prinzip haben Sie recht. Aber wie sollte man dann ein regionales Wörterbuch machen?

Die Wörter können prinzipiell nach Regionen sortiert werden. Allerdings ist diese Funktion bislang nur bei wenigen Wörtern aktiviert - weil die genaue Verbreitung eben noch nicht bekannt ist.

Gruß P. Honnen

12.11.2017 17:31 Uhr
Manfred Schäfer
Rheinischer Westerwald
Das von Helene Schullenberg genannte Wort flatschen ist mir mit gleicher Bedeutung auch aus der Gegend um Neustadt (Wied) bekannt.

10.10.2017 08:39 Uhr
Brings
Mönchengladbach
Betr. : fimalett für rosa Artikel Hr. Ich musste als Kind immer die roten Flusen, welche sich in den Ecken des Kopfkissen bzw Bettbezugs aus dem Abrieb des Inletts angesammelt hatte, entfernen damit die weissen Bezüge keine rosa Ecken bekamen und somit 'fimalett' wurden. Die Farbe fimalett für rosa war bei meiner Oma für verfärbte Wäsche gebräuchlich. ' puhl ma de Flusen ausse Ecken, dat wird sonst fimalett.'

17.10.2017, 14:39 Uhr
Redakteur:

Dann scheint es das Wort wohl zu geben und es ist kein Familienplatt in der Familie von Herrn Bongartz. Vielen Dank für den Hinweis!.

Die Frage ist nun: Ist das Wort noch in der Umgangssprache gebräuchlich oder schon veraltet?

Dank und Gruß

 Peter Honnen

23.09.2017 14:49 Uhr
Claudia
geb. Duisburg; jetzt in Chemnitz
" PIMOCK" 1) Bezeichnung für lands- und ortsfremde Menschen, Ende des 19. Jh für ostelbische Saisonarbeiter und die vielen aus dem Osten zuwandernden Menschen 2) verallgemeinert als Schimpfwort für einen Menschen, dessen Sprache, Gebaren und Haltung dem Eingesessen fremd ist und der zunächst dadurch, später auch allgemein unangenehm auffällt, der einem persönlich nicht passt, den man als erbärmlich oder schuftig einordnet. 3) Heute im Sinne von 1 + 2 gebräuchlich Quelle: Adam Wrede: Neuer kölnischer Wortschatz, Greven Verlag Köln


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